Kathrin Heyer, Nicholas Heiringhoff, Ute Hindahl

Die neue Ausstellung zeigt zwei Künstlerinnen und einen Künstler, die mir schon sehr lange bekannt sind und mir sehr am Herzen liegen. Ihre Arbeiten faszinieren mich durch die Konsequenz, mit der sie über die Jahre ihr eigenes „Vokabular“ entwickelt haben.

Kathrin Heyer konfrontiert uns mit z.T. großformatigen Drucken, die uns kleine Geschichten erzählen. Sie wirken wie Illustrationen aus einer anderen Zeit. In einer fast schon altmeisterlichen Linolschnitt-Technik zeigen ihre Kompositionen den sehr aufwendigen Entstehungsprozess. 

Nicolas Heiringhoffs Malerei bleibt abstrakt und zeigt uns intuitive Einblicke, die persönliche Empfindungen sichtbar machen und doch weit darüber hinausgehen. Es ist das Existenzielle, das Flüchtige, was mich an den Arbeiten seit Jahren fasziniert.

Ute Hindahl als Bildhauerin arbeitet mit Holz auf ganz eigener Art und Weise. Sie nimmt gefundene Äste, deutet und individualisiert diese, indem sie mit Ton körperähnliche Gestaltungen ergänzt; anschließend werden beide Elemente durch den Bronzeguss zu einer Einheit. Sie wirken auf mich wie aus der Natur gerissene Wesen, die jedes für sich und als Gruppe einsam und verloren sind. Es ist eine wunderbare Auseinandersetzung mit dem Menschsein an sich.